Das Archiv

Das Archiv befindet sich in einer separaten Wohnung.

Es ist als privater und intimer Raum konzipiert, der nur wenigen, sorgfältig ausgewählten Gästen im Rahmen des Forschungsprojekts zugänglich ist, in Anlehnung an die historische Tradition privater „Kabinette“ und Wunderkammern in der Kunstgeschichte. Diese Räume waren ursprünglich nicht öffentlich zugänglich, sondern exklusiven Besuchern vorbehalten. In ihnen wurden Werke gezeigt, die sich mit Nacktheit, Verletzlichkeit oder gesellschaftlichen Tabus befassten und nur zu besonderen Anlässen in einem geschützten Rahmen präsentiert wurden.

In diesem Sinne bewahrt auch das Archiv eine Atmosphäre der Zurückhaltung und bewussten Begrenzung. Es ist nicht Teil der Salonausstellungen, sondern bildet einen eigenständigen Resonanzraum, der ausschließlich in ausgewählten Fällen behutsam kontextualisiert oder künstlerisch einbezogen wird – etwa durch objekthafte Arrangements als skulpturale Interventionen, ohne die bestehende Ordnung zu verändern.

Die Dinge des Lebens – Das Klavier, Anette C. Halm, 2025 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026.