Der Salon
Der Salon ist ein Kulturphänomen, das im Paris des 17. Jahrhunderts entstand und von dort aus weit über Frankreich hinaus kulturelle Kreise prägte. Besonders einflussreich war der literarisch-künstlerische Salon von Gertrude Stein, der im Paris der 1910er- und 1920er-Jahre die europäische und amerikanische Moderne maßgeblich mitgestaltete.
Die Salon-Ausstellungen im Haus der Dinge sind mehr als klassische Kunstausstellungen. Sie greifen die historische Idee des Salons als Ort der Begegnung, des Gesprächs und der kulturellen Reflexion auf und übertragen sie in ein zeitgenössisches, künstlerisch-archivisches Format.
Entstanden ist der Salon aus der Arbeit mit einem Nachlass. Beim Sichten, Ordnen und Archivieren entstand nicht nur ein Bild des gelebten Lebens, sondern auch ein intensiver Denk- und Erfahrungsraum.
Aus diesem Archiv heraus wuchs die Idee, das Haus nicht zu entleeren, sondern zu verwandeln. In einen Ort für Kunst, für Diskurs, für neue Blicke auf das, was uns umgibt.
Jede Ausstellung ist einem thematischen Schwerpunkt gewidmet: Angefangen bei Ordnung und Erinnerung über die Psyche des Sammelns bis hin zu Fragen nach Heilung und Transformation.
Im Salon begegnen sich Objekte und Kunstwerke, Geschichten und Gegenwart, persönliche Spuren und künstlerische Positionen. Er schafft Raum für intime Auseinandersetzung und kollektives Nachdenken über das, was bleibt, was sich überlagert, was uns prägt.