Salon-Ausstellungen:

Erste Salon-Ausstellung:

Das Gewicht der Dinge 

14. Februar – 9. Mai 2026

Das Gewicht der Dinge versammelt künstlerische Arbeiten, in denen Gewicht nicht als bloße Masse verstanden wird, sondern als psychische, soziale, zeitliche oder strukturelle Last. Die Ausstellung zeigt, wie Dinge, Bilder, Körper und Räume zu Trägern von Druck, Erinnerung, Ordnung und Überforderung werden.

Gewicht entsteht hier aus sehr unterschiedlichen Quellen: aus Materialität und Widerstand, aus Wiederholung und Dauer, aus biografischer Prägung, institutionellen Systemen oder kulturell aufgeladenen Bildern. Manche Arbeiten verorten die Last im Körper selbst, andere im Raum, im Bild, in Sprache oder in Ordnungssystemen. Häufig liegt das Gewicht nicht im einzelnen Objekt, sondern in Beziehungen, Akkumulationen und Prozessen.

Gemeinsam ist den Positionen, dass sie Gewicht nicht erklären oder auflösen, sondern sichtbar machen. Die Dinge erzählen nicht – sie sind Ausdruck. Sie halten fest, belasten strukturieren oder entziehen sich. So wird Gewicht als etwas erfahrbar, das zwischen Mensch und Welt entsteht, als Zustand, nicht als Symbol.

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:

Pidder Auberger, Katharina Bosse, Jonas Burgert, Daniela Butsch, Rineke Dijkstra, Monika Dillier, Felix Droese, Charles Fréger, Tilda George, Anette C. Halm, Sten Hufnagel, Katrin Kinsler, Gustav Kluge, Leigh Ledare, Jan-Hendrik Pelz, Hermann Regittnig, Wilhelm Schäberle, Sissi-Madelaine Schöllhuber, Floria Sigismondi, Laurie Simmons, Elisabeth Smolarz, Brigitte Stein, Tina Tahir, Angela Vanini, Wolfe von Lenkiewicz, Wols

Kuratiert von Hendrik Bündge, Kurator der Staatsgalerie Stuttgart.


Abb.: Katrin Kinsler, Samples, 2018 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026.

Gründungsausstellung:

Die Dinge des Lebens – eine Hommage

16. Dezember 2025 – 31. Januar 2026

Eine stille Eröffnung.

Die Auftakt-Ausstellung Die Dinge des Lebens – eine Hommage eröffnet das Projekt Haus der Dinge und versteht sich als Hommage an alle, die sammeln, bewahren und den Dingen einen Platz in ihrem Leben geben.

Gezeigt werden Kunstwerke, die im Verlauf eines langen künstlerischen Prozesses rund um einen Nachlass entstanden sind.

Die Ausstellung entfaltet sich in einem Raum, der Arbeitsort, Erinnerungsort und gewachsenes Umfeld von Kunst zugleich ist.

Neben den neuen Arbeiten treten auch Werke von Künstlerinnen und Künstlern hervor, die sich mit Erinnerung, Materialität, Körper und Identität, Psyche und Symbolik sowie Transformation beschäftigen und damit den Ausgangspunkt für künftige Salon-Ausstellungen bilden.

So entsteht ein vielschichtiger Salon, in dem persönliche Geschichte, künstlerische Praxis und gesammelte Positionen miteinander in Resonanz treten.

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:

Pidder Auberger, Anna Bittersohl, Katharina Bosse, Alkis Boutlis, Erdmut Bramke, Jonas Burgert, Daniela Butsch, Felix Droese, Charles Fréger, Ernst Fuchs, GAMA, Anette C. Halm, Julie Heffernan, Jitka Hanzlová, Jörg Herold, Alex Hubrig, Ashley Hope, Tom Hunter, Katrin Kinsler, Gustav Kluge, Leigh Ledare, Wolfe von Lenkiewicz, Marcin Lukasiewicz, Robert McNally, Hanna Nitsch, Jan-Hendrik Pelz, Léopold Rabus, Eva Räder, Sissi-Madelaine Schöllhuber, Eva Schwab, Floria Sigismondi, Brigitte Stein, Laurie Simmons, Shonah Trescott.

Kuratiert von Hendrik Bündge, Kurator der Staatsgalerie Stuttgart.

Ausstellungsansichten: Die Dinge des Lebens – eine Hommage

Anette C. Halm, Die Dinge des Lebens I #7, 2024, Öl auf Leinwand, 200 × 200 cm, Brigitte Stein / Anette C. Halm, Medusa, 2011, figürliche Keramik, Materialmix, 50 × 40 × 35 cm, Anette C. Halm, Die Dinge des Lebens II #1, 2024, Öl auf Leinwand, 200 × 200 cm. © VG Bild-Kunst, Bonn 2026.
Video: Daniela Butsch, Cassia, 1983–2006/07.
Rabus, Léopold, „Moines Shaolins se grillant la tête sur un four…“, 2004, Mischtechnik auf Velin, 100 x 70 cm. Anette C. Halm, Versus Totentanz – Tanzreigen, 2024,Öl auf Leinwand, 200 x 200 cm. © VG Bild-Kunst, Bonn 2026.
Jan-Hendrik Pelz, Cloth, 2016, Öl auf Leinwand, 100 x 200 cm. Anette C. Halm, Boden verlieren, 2021, Öl auf Leinwand, 200 cm x 200 cm. © VG Bild-Kunst, Bonn 2026.

Themenschwerpunkte der kommenden Salon-Ausstellungen

– Akte des Sammelns

– Das Sammel-Gen

– Von Dingen und Menschen

– Zwischen Surrealismus und der Ordnung der Dinge

– Die Dinge des Lebens

Fokus der Auseinandersetzung:

Wie beeinflussen Wohnraum, das Sammeln und Ordnen von Dingen unsere Selbstverortung? Der Raum als Spiegel innerer Zustände. Philosophische und psychologische Dimensionen des Wohnens.

Das Sammeln als Ausdruck psychischer Strukturen: im Spannungsfeld von Erinnerung, Identitätskonstruktion und Symbolik. Der Mensch in Beziehung zu seinen Dingen, als Spiegel unbewusster Prozesse.