Fenster zur Straße

Das Fenster zur Straße ist ein öffentliches nicht kommerzielles Ausstellungsformat, das vom Haus der Dinge aus zur Straße hin gezeigt wird. Das Gebäude wird dabei selbst zum Sender und verbindet privaten Raum mit öffentlichem Raum. Gezeigt werden künstlerische Arbeiten, die sich mit Wahrnehmung, Erinnerung, dem Blick (the gaze), Körper, Identität, Archiv und Nachlass sowie gesellschaftlichen Zuschreibungen auseinandersetzen. Das Format versteht sich als öffentlich frei zugängliches Angebot und als Einladung zur Begegnung mit zeitgenössischer Kunst im Alltag.

Anette C. Halm, Haus der Kunst, 2026, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026.

Videocity zu Gast im Haus der Dinge

https://www.videocity.org

I am LOVE

1. Januar 2026 – 15. März 2026

Künstlerinnen: Anette C. Halm, Sissi-Madelaine Schöllhuber

Das Programm umfasst fünf Videoarbeiten mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 20 Minuten und wird fortlaufend in einer Endlosschleife präsentiert.

We look in the mirror every day, whether in the bathroom, when getting dressed and undressed in a changing room, or when looking at someone who is scrutinising us and reacting – with their gestures, facial expressions, words and requests that often reveal what “image” of us is perceived by others, shaping their attitudes and actions in our interactions. Anette C. Halm’s videos often begin with the artist casting a critical eye over herself, whether through the camera or in the mirror. Her works reference the female body’s supposed need to be prettily shaped and presented. However, gazing at the self, could also stand for the adaptation to an ideal, leading to a tangible examination of what is seen. (Polina Chizhova)

Wir schauen jeden Tag in den Spiegel – im Badezimmer, beim An- und Ausziehen in der Umkleide oder im Blick auf jemand anderen, der uns mustert und reagiert. In Gesten, Mimik, Worten und Erwartungen zeigt sich dabei oft, welches „Bild“ andere von uns wahrnehmen, ein Bild, das ihre Haltung und ihr Handeln in der Begegnung mit uns prägt. Die Videos von Anette C. Halm beginnen häufig damit, dass die Künstlerin sich selbst kritisch betrachtet, sei es durch die Kamera oder im Spiegel. Ihre Arbeiten verweisen auf den vermeintlichen Zwang, den weiblichen Körper gefällig zu formen und zu präsentieren. Der Blick auf das eigene Selbst kann jedoch auch für die Anpassung an ein Ideal stehen und zu einer konkreten Überprüfung dessen führen, was tatsächlich gesehen wird.(Übersetzung aus dem Englischen: Anette C. Halm)

Kuratorin: Dr. Andrea Domesle, Basel/Heilbronn

Videostills, Anette C. Halm, I AM LOVE, 2016, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026.